Ein Besuch im Laboratory for Material Culture Studies in Leiden/Niederlande

Ein Besuch im Laboratory for Material Culture Studies in Leiden/Niederlande

Welche Methoden können eingesetzt werden, um Keramik mit Bienenwachs zu versiegeln? Welche Verfahren sind praktikabel und wie lassen sie sich mit chemischen Analysemethoden nachweisen? Und wie lässt sich das mit den bisherigen Analysen der Originale vergleichen?

                

Dies und mehr waren die Fragen, denen die Wissenschaftler mit Experimenten in den Laborräumlichkeiten der Uni Leiden nachgingen, wo die Kooperationspartner Annelou van Gijn, Annemieke Verbaas und Loe Jacobs an der Erforschung der Gebrauchsspuren an frühkeltischen Keramikgefäßen arbeiten.

Eine eigens für die Experimente von BEFIM getöpferte Schale diente als Objekt für verschiedenste Versuche mit Bienenwachs. Die Scherben wurden anschließend für die analytischen Untersuchungen beprobt. Wir sind gespannt auf die Ergebnisse und wie sich diese mit den Daten der archäologischen Funde vergleichen lassen.​

Nebenbei konnte Loe Jacobs bei seiner Arbeit beobachtet werden. Das Ergebnis waren zwei Kelchgefäße, wie sie von der Heuneburg bekannt sind. Beeindruckend ihr metallischer Glanz!

BEFIM-Treffen in Rom

BEFIM-Treffen in Rom

Vom 12.-15.02.2017 traf sich das BEFIM-Team auf Einladung der Kooperationspartnerin Ines Balzer zusammen mit weiteren externen Projektpartnern im Tagungshaus des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) in Rom. Die wunderbaren Räume des prächtigen Gebäudes mit seinem malerischen Garten boten bei vorfrühlingshaften Temperaturen die inspirierende Kulisse für ein umfangreiches Arbeitsprogramm.

Im Einzelnen galt es, die Planung der großen Projektkonferenz vom 28.04.-01.05.2017 in Kloster Weltenburg zu finalisieren. Außerdem präsentierten die Teammitglieder den Fortschritt ihrer Analyse- und Forschungsarbeiten, die nun bereits einen umfangreichen Grundstock für genauere Aussagen zum Inhalt der analysierten Gefäße und den Trinksitten der frühen Kelten darstellen. Die nächsten Monate sind der Durchführung letzter Analysen gewidmet, bevor das Projekt dann mit der Auswertung und Zusammenführung der Ergebnisse und dem Schreiben verschiedener Publikationen in seine letzte und entscheidende Phase eintreten wird.

Ein Höhepunkt des Treffens war die Führung durch die „Domus Aurea“, die beeindruckenden Reste des Palastes von Kaiser Nero, durch einen ihrer gründlichsten Kenner, Dr. Heinz Beste.

Projektleiter Philipp Stockhammer stellte die bisherigen Ergebnisse von BEFIM im Rahmen eines Abendvortrags am Deutschen Archäologischen Institut vor.